#7       

helmut schmidt rhen

strassendrucke

im sommer 1984 geht helmut schmidt rhen über einen kanaldeckel in düsseldorf.   was er in diesem gewöhnlichen »gully« plötzlich entdeckt, ist: ein gusseiserner druckstock mit vertieften und erhabenen flächen – ein klischee, wie es im buchdruck für die wiedergabe von bildern verwendet wird.   schmidt rhen macht sich ans werk.   dafür hat er einen kastenwagen mit papierschubladen und trocknungsschienen ausgestattet.   zunächst säubert er den kanaldeckel von schmutz & moos, markiert mit kreide das format seines papierbogens, trägt per handwalze farbe auf, legt den papierbogen innerhalb der markierungen auf seinen ›druckstock‹ und reibt rückseitig die farbe ab.   behutsam zieht er den papierbogen ab und hängt ihn zum trocknen in den wagen.   so macht er es in den nächsten 4 jahren viele male in düsseldorf und anderen orten.   33 motive in den farben schwarz, blau, rot oder gelb in 4 formaten und 3 papiersorten (pack-, offset- oder ingrespapier) sind so entstanden.   die 9k-galerie zeigt sie erstmals, in allen farben und formaten.

helmut schmidt rhen, 1936 in köln geboren;   studiert 1957 bis 60 grafik & malerei an der staatlichen werkakademie in kassel;   konstruktive bilder, serielle experimente und die berühmten morsbroichplakate entstehen;   von 1961 bis 65 als grafiker und art director bei der baseler agentur GGK malt er konstruktiv /serielle bilder, kreiert ichbilder & -zettel;   ab 1965 ist er als maler & grafiker in köln tätig;   schattenobjekte & schattenbuch entstehen;   1967/68 wird er art director der zeitschrift ›capital‹;   seit 1968 ist er zunächst als dozent für grafik design an der werkkunstschule, später als professor für kommunikationsdesign an der fachhochschule düsseldorf bis 1993 tätig;   er gehörte der agi »alliance graphique internationale« an;   das ichzettel-buch, konstruktive bilder und die strassendrucke entstanden in den 80er jahren;   seit 1994 lebt er in hamburg, collagiert sequenzen, entwirft typoesien, malt metabilder, scala, matrix , entropie …

zur ausstellung erschien ein künstlerbuch in limitierter auflage mit allen strassendrucken.

 

im sommer 1984 geht helmut schmidt rhen über einen kanaldeckel in düsseldorf.   was er in diesem gewöhnlichen »gully« plötzlich entdeckt, ist: ein gusseiserner druckstock mit vertieften und erhabenen flächen – ein klischee, wie es im buchdruck für die wiedergabe von bildern verwendet wird.   schmidt rhen macht sich ans werk.   dafür hat er einen kastenwagen mit papierschubladen und trocknungsschienen ausgestattet.   zunächst säubert er den kanaldeckel von schmutz & moos, markiert mit kreide das format seines papierbogens, trägt per handwalze farbe auf, legt den papierbogen innerhalb der markierungen auf seinen ›druckstock‹ und reibt rückseitig die farbe ab.   behutsam zieht er den papierbogen ab und hängt ihn zum trocknen in den wagen.   so macht er es in den nächsten 4 jahren viele male in düsseldorf und anderen orten.   33 motive in den farben schwarz, blau, rot oder gelb in 4 formaten und 3 papiersorten (pack-, offset- oder ingrespapier) sind so entstanden.   die 9k-galerie zeigt sie erstmals, in allen farben und formaten.

helmut schmidt rhen, 1936 in köln geboren;   studiert 1957 bis 60 grafik & malerei an der staatlichen werkakademie in kassel;   konstruktive bilder, serielle experimente und die berühmten morsbroichplakate entstehen;   von 1961 bis 65 als grafiker und art director bei der baseler agentur GGK malt er konstruktiv /serielle bilder, kreiert ichbilder & -zettel;   ab 1965 ist er als maler & grafiker in köln tätig;   schattenobjekte & schattenbuch entstehen;   1967/68 wird er art director der zeitschrift ›capital‹;   seit 1968 ist er zunächst als dozent für grafik design an der werkkunstschule, später als professor für kommunikationsdesign an der fachhochschule düsseldorf bis 1993 tätig;   er gehörte der agi »alliance graphique internationale« an;   das ichzettel-buch, konstruktive bilder und die strassendrucke entstanden in den 80er jahren;   seit 1994 lebt er in hamburg, collagiert sequenzen, entwirft typoesien, malt metabilder, scala, matrix , entropie …

zur ausstellung erschien ein künstlerbuch in limitierter auflage mit allen strassendrucken.

 

eröffnung am 20.4.2018

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ausstellungsansichten

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